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 Emma, das kleine Weihnachtswunder

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Marco Reus

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BeitragThema: Emma, das kleine Weihnachtswunder   24th Dezember 2016, 11:20 am

Ihr Lieben, ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten!!! santa rendeer Knuff

Zur Feier des Tages habe ich noch ein kleines Geschenk für euch: meinen Wichtel-OS mit Leo&Kloppo Smile
Ich hoffe, ich konnte euch den Tag damit etwas versüßen Smile

Die Idee zu dem OS hatte ich, als ich dieses Bild gesehen habe Very Happy (Bild wird noch eingefügt)
Ein großer Dank geht auch an meine Muse, da dieser OS ohne ihr Drängen nicht fertiggestellt wurde Knuff


Emma, das kleine Weihnachtwunder



„Ganz ehrlich, dann geh doch!“ Wutentbrannt schmetterte Jürgen die Wohnungstür hinter Leonardo zu und schmiss sich aufs Sofa. Verdammt, er könnte seinen Freund gerade an die Wand klatschen!
Schon wieder hatten sie sich gestritten. Dieses Mal wegen einer Kleinigkeit, total unnötig.
Jürgen starrte auf seine zitternden Finger. Wieso waren sie beide nur so stur? Schon wieder so ein unnötiger Streit, der ihre Beziehung noch ein bisschen mehr belastete. Ihre Beziehung war schon immer schwierig, was wohl auch an dem großen Altersunterschied zwischen ihnen lag. Aber was sollte er machen, er hatte sich einfach in den Jüngeren verliebt. Leonardo war neu zum BVB gewechselt und hatte am Anfang durch eine Verletzung individuelles Training bekommen. Klopp hatte ihn dann durch die gemeinsame Zeit wieder fit bekommen, und sich dabei auch in ihn verliebt. Eigentlich war es am Anfang nur eine Affäre gewesen, Leo wollte sich ausprobieren und er war nicht abgeneigt gewesen. Sie hatten sich immer heimlich getroffen und wilden, hemmungslosen Sex gehabt. Doch es kam irgendwann so, wie es kommen musste. Einer hatte Gefühle für den anderen entwickelt und irgendwie wurden sie dann ein Paar.
Jürgen ließ sein Blick durch das Wohnzimmer streifen und blieb an einem gemeinsamen Bild von ihm und Leo hängen. Das war kurz nach ihrem ersten Jahrestag gewesen, sie waren an Karneval mit der ganzen Mannschaft feiern gewesen. Während Jürgen das alljährliche Verkleiden und Kostümieren liebte, hasste es Leo regelrecht. Deshalb sah er auch etwas missmutig drein und er strahlte über beide Ohren. Er musste schon zugeben, das Batman-Kostüm stand ihm schon sehr gut, und Leo sah in seinem Super Mario – Kostüm auch echt bescheuert aus. Beim Betrachten des Bildes musste er schmunzeln, ehe er wieder traurig wurde. Man, er vermisste Leo jetzt schon!


***


Leonardo indes stiefelte durch die Straßen von Dortmund. Auch er war wütend und verletzt, die Streits mit Jürgen gingen ihm immer sehr nahe. Verstohlen wischte er sich eine Träne aus den Augen und vergrub seine Hände dann wieder in den Jackentaschen. Es war wirklich sau kalt draußen, aber nachhause wollte er nicht. Der Streit war noch zu frisch.
Gedankenverloren schlenderte er weiter durch die Innenstadt, als plötzlich sein Handy klingelte. Für  einen kurzen Moment dachte er, dass es Jürgen sei, und wollte schon nicht abheben, doch dann siegte seine Neugier und er hob ab.
„Hallo?“ „Yo, Bro, was geht?“, ertönte es fröhlich aus dem Hörer. Momo.
„Momo“, stellte er seufzend fest. „Du klingst ja sehr begeistert, deinen besten Freund zu hören“, sagte Moritz und tat so, als ob er schmollen würde. Das hielt jedoch nur einen kurzen Moment.
„Hey Alter, ist alles in Ordnung bei dir?“, fragte er besorgt nach. Leo atmete laut hörbar aus und setzte sich dann doch kurz auf eine Bank.
„Nein, ist es nicht“, antwortete er nach ein paar Sekunden Schweigen. „Jürgen und ich haben uns wieder gestritten.“
Moritz war sein bester Freund und ihm hatte er alles anvertraut. Er wusste über ihn und Jürgen Bescheid, genauso wie die anderen Spieler in der Mannschaft. Es hatten sich auch alle über ihr junges Glück gefreut und keiner hatte irgendetwas gegen sie und ihre Beziehung gesagt. Das machte Leo immer noch unglaublich glücklich. Das war wahrlich nicht selbstverständlich. Vor allem nicht im Fußball.
Moritz am anderen Ende der Leitung schnaufte schwer.
„Ohje...nicht schon wieder. Um was ging es denn dieses Mal?“
Tonlos lachte Leo auf. „Das ist es ja! Eigentlich wieder nur so eine unwichtige Kleinigkeit. Es ging um Weihnachten. Er will, dass wir zusammen feiern, aber ich habe meinen Eltern zugesagt, dass ich dieses Jahr wieder komme. Und das versteht er einfach nicht. Also hab ich ihm gesagt, weil ich dann echt angepisst war, dass ich nicht mit auf die Weihnachtsfeier komme.“
Moritz stöhnt auf. „Orr, Leo, das ist jetzt aber nicht dein Ernst?! Das ist echt kindisch! Die Weihnachtsfeier vom BVB ist immer eine große Party, die ist für Jürgen jedes Jahr das Highlight! Du musst kommen!“
Leo schüttelte trotzig den Kopf. „Ich muss gar nichts. Ich habe nur echt keinen Bock drauf, wenn mein Freund mich den ganzen Abend ignoriert und sauer auf mich ist. Ich meine, meine Eltern freuen sich schon seit Ostern darauf, dass ich zu ihnen komme, sie sehen mich eh so selten.“ Langsam wurde ihm doch kalt und er stand von der Bank auf. „Ihr könnt ruhig feiern, ich bleib zuhause aufm Sofa.“ Er würde sich nicht den ganzen Abend nach Jürgen umdrehen und ihm um Verzeihung bitten. Dafür war er dann doch zu stolz.
Inzwischen war es echt kalt und Leo klapperte schon mit den Zähnen. „Duu, Momo, wo bist du gerade? Könntest du mich vielleicht mit zu dir holen? Ich will gerade nicht nach Hause.“
„Na klar, Bruder, bin eh grad in der Innenstadt, schick mir deinen Standort, ich hole dich ab.“ Dann hätte er noch genug Zeit, mit Leo richtig zu quatschen.


***


Mürrisch starrte Jürgen in den Spiegel. Er trug einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd, darüber das Nikolauskostüm. Wie jedes Jahr kam er sich einfach nur bescheuert vor. Aber das war nun mal irgendwie so eine Tradition bei ihnen, dass er als Weihnachtsmann auftrat und bei der kurzen Szene einfach mitspielte. Außerdem wollte er auch kein Spielverderber sein.
Seufzend blickte er auf sein Handy. Leo war immer noch nicht wieder heimgekommen und gemeldet hatte er sich auch nicht. Wahrscheinlich würde er heute Abend wirklich nicht auftauchen, sein Anzug hing bei ihnen im Schrank.
Nach einem kurzen Blick auf die Uhr, zupfte er ein letztes Mal an seinem Anzug, ehe er die Nikolausmütze in die Tasche stopfte und hinunter in die Garage ging. Dort setzte er sich in seinen Opel und fuhr Richtung Trainingsgelände. Dort würde die Weihnachtsfeier stattfinden. Jürgen war dieses Jahr nur überhaupt nicht in Stimmung. Der Streit mit Leo war einfach noch zu frisch und er dachte auch ständig daran. Vielleicht hätte er ihn nicht so wegen Weihnachten bedrängen dürfen, immerhin war das ihr erstes Weihnachtsfest als Paar. Die Familie ging schließlich immer vor, da konnte er Leo wirklich verstehen. Vielleicht war er auch einfach zu egoistisch gewesen.
Grübelnd und gedankenversunkend kam er dann beim Trainingsgelände an, wo auch schon einiges los war. Er parkte den Wagen vor dem Eingang, blieb aber noch kurz sitzen. Er würde sich so sehr freuen, wenn Leo doch noch auftauchen würde, aber der Kleine konnte sehr, sehr stur sein.
Schwer seufzend machte er sich dann doch noch auf den Weg.


Drinnen sah es herrlich aus. Alles war weihnachtlich geschmückt, ein großer Tannenbaum stand in der Ecke und im Hintergrund liefen leise Weihnachtslieder. Jürgen wurde sofort von seiner Mannschaft begrüßt, umarmte jeden einzelnen und bekam auch gleich einen Glühwein in die Hand gedrückt. „Hallo Trainer“, sagte jemand neben ihm und Moritz stand neben ihm. „Oh, hallo Momo.“ Er lächelte kurz, konnte es aber nicht lange aufrecht erhalten. Moritz und Leo waren unzertrennlich, sodass er auch manchmal etwas eifersüchtig war. „Ist Leo bei dir?“, fragte er etwas hoffnungsvoll.
Doch Moritz schüttelte den Kopf. „Nein, leider nicht. Er hatte wohl echt keinen Bock, heute zu kommen. Ich konnte ihn auch nicht überreden.“ Jürgen ließ geknickt den Kopf hängen.
„Ich bin so ein Idiot...ich hätte ihn echt nicht dazu zwingen sollen, immerhin ist Weihnachten ja das Fest der Liebe.“ Moritz klopfte ihm tröstend auf die Schulter, ehe er in der Menge verschwand. Vermutlich holte er sich nochmal Alkoholnachschub. Heute durften alle ausnahmsweise was trinken.
Jürgen blieb alleine und geknickt zurück. Er suchte sich einen freien Tisch, schob die Tischdeko beiseite und nahm einen Schluck von seinem Glühwein. Er wollte den anderen die Stimmung mit seiner deprimierten Stimmung nicht vermiesen. Er musste sich eh ein wenig Mut antrinken, um anschließend als Nikolaus da vorne rumzuhüpfen.
Kurz darauf bekam er doch Gesellschaft. Sein Glühwein war schon fast leer und er wollte gerade aufstehen, als sich jemand neben ihn setzte
„Oh, hallo Emma“, begrüßte er ihr Maskottchen. „Auch schon in Partylaune?“ Da er eh keine Antwort erwartete, redete er einfach weiter. „Ich nämlich gar nicht. Weißt du, ich habe mich nämlich mit meinem Freund gestritten. Wir hätten das eigentlich auch normal und in Ruhe klären können, aber wir sind beide einfach so stur!“ Er seufzte und sah dann zu Emma. Sie gab keine Widerworte, sondern nickte nur. Deshalb erzählte Jürgen einfach weiter, schüttete dem Maskottchen sein Herz aus.
„Ich weiß, dass ich ein Arsch war. Und ich will es auch wieder gutmachen, aber Leo ist ja heute nicht hier.“ Er  stierte in die Glühweintasse und versuchte, den Kloß in seinem Hals zu ignorieren. Da spürte er eine warme und flauschige Hand an seinem Rücken.
„Ach Emma..schön, dass du mir wenigstens zuhörst.“ Er blickte auf und sah in ihre großen Knopfaugen. „Danke.“ Er beugte sich vor, legte beide Arme um sie und drückte sie an sich.
„Wenn Leo doch nur da wäre...dann könnte ich mich bei ihm entschuldigen und ihm endlich mal sagen, dass ich ihn liebe.“
Da löste sich Emma plötzlich von ihm, fasste sich an ihren Bienenkopf und setzte ihn ab. Unter dem Kostüm kam Leo zum Vorschein.
„I-ist das wahr?“, fragte er überglücklich und leicht außer Atem. Das Kostüm war sehr warm.
Jürgen bekam große Augen. „LEO? Was machst du denn hier? Ich meine, Emma…- I-ich...Ja.“ Er strahlte ihn an und da warf sich Leo auch schon in seine Arme.
„Ich liebe dich auch, auch wenn du manchmal ein klein bisschen stur bist.“ Dann drückte er Jürgen einen dicken Kuss auf die Lippen. „Und tut mir wirklich leid, dass ich auch ein klein bisschen stur bin.“ Jürgen lächelte nur und erwiderte den Kuss. „Schon vergeben und vergessen!“

Moritz stand im Hintergrund und beobachtete die Szene. Er hatte alles mit seinem Handy festgehalten und grinste glücklich. Das war dann wohl ein klassisches Weihnachtswunder!
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