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 "Das Bisschen Steuern macht sich doch von allein..."

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Kai Naumann
Schalker Wetterfee
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BeitragThema: "Das Bisschen Steuern macht sich doch von allein..."    26th Dezember 2016, 8:17 pm

Jonas hatte beim Essen so lange gebettelt bis er nachgegeben und Simone angerufen hatte. In der Hoffnung seine Frau würde ihm helfen, doch die lachte nur. „Dann kannst du auch eben noch hier vorbei kommen und unsere Unterlagen gleich mitnehmen. Jetzt müssen wir eh neu gucken, wegen der Steuerklasse.“ Verdammt, was sollte das denn? Er hatte sie um Hilfe gebeten, weil er sich von Janas wegen dessen und Lenas Steuererklärung hatte breitschlagen lassen und jetzt durfte er ihre gleich mit machen. Bockmist, so hatte er seinen trainingsfreien Tag eigentlich nicht verbringen wollen.
Ergeben tat er aber was er sollte, fuhr nach Hause, wo Simone schon alles in einen Karton gepackt hatte. Da sie beide mal bei einer Bank gearbeitet hatten wussten sie wie viel Arbeit es sein konnte Unterlagen zu sortieren, versuchten sie immer das bei zu halten, Ordnung zu halten. So gut klappte das zwar nicht immer, aber zumindest stimmte der Ansatz. „Bei Jonas muss ich erst mal alles durchsuchen, nach seiner Aussage ist da nichs wo es hingehört.“
Doch seine Frau hatte leider immer noch kein Mitleid mit ihm. „Vielleicht mach ich euch ja nachher was zu essen und brings euch rum.“ Na, zumindest ein kleiner Trost. Denn leider konnten weder Lena noch Jonas kochen. Jonas ein bissen, aber Simones Essen war ihm da doch schon um Längen lieber. Oder halt seines, aber er würde dazu wohl kaum kommen, so wie Jonas rumgejammert hatte.
Brummelnd, aber wirklich nur ein bisschen, verzog er sich dann doch wieder mit dem Karton unterm Arm. Er hatte es seinem Kollegen immerhin versprochen. Dementsprechend fuhr er am Finanzamt vorbei, holte alle Formulare in fünffacher Ausfertigung, man wusste ja nie. So vorbereitet machte er sich dann auf den Weg zur Wohnung des Ehepaars Hofmann, doch es war nicht Jonas der ihm öffnete. „Sven? Hi, was machst du denn hier? Jonas ist nicht da.“ Lena sah nicht so aus als wüsste sie Bescheid und in dem Moment machte es Klick: „Dieses Arschloch!“ Flucht er, drehte sich um und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. „Okay“, wandte er sich dann aber wieder Lena zu, die immer noch in der Tür stand und fragend eine Augenbraue hochgezogen hatte. „Also von vorne“, begann er zu erzählen, „Jonas hat mich heute so lange genervt bis ich zugestimmt habe, mit ihm seine Steuererklärung zu machen. Jetzt ist er nicht da und ich fürchte das ist Absicht. Also, was machen wird jetzt?“
„Erst mal kommst du rein“, entschied Lena und öffnete die Tür ganz um ihn rein zu lassen. „Kaffee?“ „Tee bitte.“ Den bekam er auch. „Also setzten wir zwei uns jetzt dran? Das ist vermutlich genau das, was Jonas wollte. Wir machen die Arbeit und er ist fein raus.“ Lena drehte dabei einen Löffel in den Händen, sah zwischen Wasserkocher und Sven hin und her, der sich auf einen der Küchenstühle gesetzt hatte. „Ich fürchte da hast du recht. Wenn er schon so herum nervt, wird ers kaum vergessen haben. Ich hab alle Unterlagen im Auto. Aber wenn wir das machen, dann brauchen wir eine saftige Rache. So möchte ich mich von ihm nicht an der Nase herum führen lassen.“ Da stimmte Lena ihm dann auch entschieden zu. „Ich muss dich aber warnen, es ist ein ziemliches Chaos.“ Ja, das hatte er befürchtet.

Es war wirklich ein Chaos, nach zwei Stunden hatten sie zumindest einen Überblick und der besagte leider, dass sie nicht nur viel zu tun hatten, sondern auch noch die vom letzten Jahr nachholen musste. Lena schäumte aber inzwischen auch, denn Jonas hatte die damals machen wollen und hatte es offensichtlich nicht getan.
Simone war dann so nett und fuhr beim Finanzamt vorbei, bevor sie ihnen das versprochene Essen brachte: Pfannkuchen mit Äpfeln und noch ein paar zum so essen. Das saute nicht so rum, ihre Worte. Leider hatte sie auch keinen Bock weiter zu machen, warf nur einen Blick auf die Papiere und wünschte ihnen eine gute Nacht. Ein Glück, dass sie morgen erst etwas später Training hatten. Ja, danke auch. „Solle Jonas heute Nacht bei dir aufschlagen“, rief sie ihrer Freundin hinterher, „wehe du gewährst ihm Asyl!“
Simone hob aber nur lachend die Hand und verschwand nach draußen. Das Wetter war noch recht gut, aber davon hatten sie heute nichts mehr. Denn sobald Simone weg war gings weiter. Sie hatten da doch inzwischen beide Ehrgeiz entwickelt fertig zu werden. Allerdings waren sie sich auch inzwischen beide sicher, Jonas den Hals umdrehen zu wollen.
„Ich ramm ihn unangespitzt in den Boden!“ Fluchte Lena gerade, als sie wieder einen Beleg fand, der an eine Stelle gehörte, mit dem sie eigentlich schon fertig waren. „die nächsten darf er machen. Die nächsten zwanzig! Und ich werde sie verstecken, im Schrank, unter der Treppe, egal wo. Er wird so leiden!“ Nein, Sven wollte wirklich nicht in Jonas' Haut stecken. Er würde Lena aber sehr gerne helfen.
Der Kater war auch mal kurz da gewesen, hatte sich aber wieder verzogen, weil ihm das Gemotze zu viel wurde. Tja, Pech gehabt. Er hatte eh nur gestört. Allerdings hörten sie irgendwann den Schlüssel im Schloss, das konnte dann nur Jonas sein. Inzwischen waren sie allerdings so gut wie fertig, es war ja schon auch schon nach elf!
„Hallo, bin wieder da!“ Rief der gut gelaunt in die Wohnung und einen Moment sahen Nina und Sven sich einfach nur an und dann nickten sie unabgesprochen. Sofort stand Sven auf und verschwand aus dem Zimmer, um sich in der angrenzenden Küche zu verstecken. So leise wie möglich nahm er sich ein Glas aus dem Schrank und goss Wasser hinein. Sirup, da wäre ihm gerade mehr nach, aber erstens wusste er nicht wo der war und zweitens war das dann doch eklig.
„Hi, Schatz“, hörte er Jonas und Lena die ihm ganz unschuldig fragte: „Hattest du einen schönen Tag?“ Jonas hörte sich schon etwas verunsichert an, weil sie nichts zu seiner Aktion sagt, als er antwortet, „Sorry, Training hat länger gedauert, ich war noch im Kraftraum und wollte noch was mit den Trainer abstimmen.“ „Ach, das ist doch kein Problem“, flötete seine Freundin, was ihn jetzt wohl wirklich verwirren dürfte. „War Sven nicht?“ Er brauch im Satz ab und Sven bewunderte gerade Lenas Schauspieltalent, die ihn nämlich völlig unschuldig und wirklich überzeugend ahnungslos fragt: „Sven? Was soll mit dem sein? Ward ihr verabredet?“
„Ne, ne“, winkte Jonas dann wohl ab und er konnte die Schritt Richtung Küche komme hören, „Ich hol mir nur eben“, dann trat er durch den Durchgang und bekam zumindest das Glas Wasser ab. Nicht viel, aber zumindest eine kleine Rache. „Ihh!“ Jonas erschrecke sich wenigstens so richtig, sprang rückwärts und konnte nur mit Mühe das Gleichgewichtig halten. „Was denn Schatz?“ Grinste Lena und schlug mit ihm ein, während Jonas wie ein begossener Pudel von einem zum anderen sah.
„Aber glaub ja nicht, dass es das schon war.“ Mit einem wirklich zuckersüßen Lächeln drückte Lena ihrem Mann einen kurzen Kuss auf die Wange, „und jetzt geh dich bitte umziehen. Ich hab keine Lust, dass du heute Nacht schnarchst.“ Jonas verzog sich darauf hin wirklich, mit hochgezogenen Schultern und vor sich hin grummelnd. „Er darf heute Nacht ins Bett?“ Wandte sich Sven wieder an Lena, leise weil Jonas noch nicht ganz außer Hörweite war. „Mal sehen wie lange“, antwortete die genau so leise, mit einem verschwörerischen Grinsen, „Vielleicht geht ja heute Nacht der Feueralarm los, oder er muss in den Keller, weil ich glaube das ich da eben ne Katze hab rein laufen sehen.“
Oh Jonas würde das noch bereuen, dafür würde seine Frau sorgen, da war sich Sven spätestens jetzt sicher. „Na komm, wir habens ja gleich geschafft“, motivierte er sie aber wenigstens noch dazu, die Papiere fertig zu machen, auch wenn sie beide absolut keine Lust mehr hatten. Doch zumindest konnte er auf dem Rückweg alles beim Finanzamt einwerfen, endlich.
Als er am nächsten Morgen wach wurde, blinkte sein Handy schon fröhlich vor sich hin. Neugierig sah er nach, eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Doch sobald er das Foto geöffnet hatte, war klar, dass es nur Lena sein konnte. Es zeigte Jonas, eingerollt wie ein Baby, mit Nuckelflasche in der Hand und Schlabberlatz, tief und fest schlafend. Oh ja, sehr schönes Bild!
„Mit besten Grüßen, euer Mannschafts-Baby“, stand darunter.

Das würde Jonas dann schon an seinen Spind gepinnt erwarten, sobald er zum Training kam, zusammen mit einem Shirt: „Glaubt erwachsen zu sein, unterschreibt alles, denkt er kann gut Autofahren möchte endlich (wieder) Sex, weiß jetzt alles und macht nicht mal seine Steuererklärung selbst.“
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